Sonntag, 8. September 2013

Intime Bekenntnisse einer Textschlampe



Ich gehe davon aus, dass das nur der Google-Bot liest. Deshalb begrüße ich dich, lieber Google-Bot, ganz herzlich zu meinem ersten richtigen Blog-Beitrag. Um ehrlich zu sein, kannst du aber gleich weiter ziehen und dich echtem Content widmen. Ich glaube nämlich kaum, dass jemand diese Seite sucht. Hierhin verirrt man sich höchstens.

Wenn du bleiben will, auch gut. Du könntest dich fragen, warum der Blog Textschlampe heißt. Naja, weil ich eine Textschlampe bin. Da du nur ein Bot bist, hast du keine schweinischen Hintergedanken und schickst mir keine privaten Nachrichten. Wir können das also ganz nüchtern von Frau zu Maschine besprechen.

Ich bin eine Textschlampe, weil ich einfach schlampig schreibe. Ich verschlucke schon mal Buchstaben, Silben oder auch ganze Wörter. Manchmal vergesse ich auch Worte zu löschen, verheddere mich im roten Faden usw. Von meinem schlampigen Umgang mit Kommas will ich gar nicht erst anfangen.

Es gibt aber noch einen zweiten Grund: Ich schreibe einen erotischen Text, eine Kurzgeschichte, um genau zu sein. Da es also um Sex geht (Achtung aufpassen, lieber politisch korrekter Google-Bot), passt Schlampe eben auch ganz gut. So als Motiv.

Der dritte Grund ist, dass es gar nicht so einfach ist, bei Blogspot einen guten Namen zu finden, der noch frei ist. Schreibmaus fand ich echt spitze. Da war aber jemand schneller, wenn auch bisher nicht sehr fleißig. Ich hatte kurz feuchtes in Erwägung gezogen (Der Satz ist doppeldeutig, lieber Google-Blog). feuchtes passt zwar zum Inhalt der Kurzgeschichte. Es klang mir jedoch zu sehr nach Charlotte Roche und – was noch wichtiger ist – in diesem Blog soll es gar nicht um Sex gehen, sondern ums Schreiben.

Tut mir Leid, dass ich dich langweile, lieber Google-Bot. Schreiben ist nicht dein Thema, davon hast du keine Ahnung – du bist ja ein Leser. Ein professioneller Vielleser noch dazu. Aber ich kann dir versichern, Schreiben ist manchmal ziemlich schwierig, mitunter frustrierend, gelegentlich zum verrückt werden. Wenn es aber gelingt, dann ist es besser als Sex (Sorry, Google-Bot, auch nicht dein Thema). Erfolgreiches Wortpuzzlen, Wortbasteln, Wortverdrehen, Textschmieden – Schreiben eben – kann sehr erfüllend sein.

Mehr dazu beim nächsten Mal. Die nächste Schreibblockade (Der Name ist leider auch schon weg) kommt bestimmt. Verlauf dich nicht im Netz, lieber Google-Bot.

Deine Textschlampe

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